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verhaltensbedingte Kündigung

Arbeitsrecht: Kündigung wegen Alkoholsucht ist nach den Grundsätzen für die krankheitsbedingte Kündigung zu beurteilen

Alkoholsucht ist die krankhafte Abhängigkeit von Alkoholkonsum. Sie ist gekennzeichnet durch körperliche, psychische und soziale Symptome sowie zahlreiche Folgeschäden. Dem trägt auch das deutsche Arbeitsrecht Rechnung, indem die Kündigung wegen Alkoholsucht nach den Grundsätzen für die krankheitsbedingte Kündigung zu beurteilen ist.

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Arbeitsrecht: Für verhaltensbedingte Kündigungen kann unter bestimmten Bedingungen eine vorhergehende Abmahnung erforderlich sein

Landesarbeitsgericht Mainz, 18.08.2011, Az.: 2 Sa 232/11 Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ist im Vorfeld einer Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen eine Abmahnung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber notwendig. Dies gilt sowohl für Kündigungen unter Einhaltung einer Kündigungsfrist als auch für fristlose Kündigungen. Sinn solcher Abmahnungen ist es, dem Arbeitnehmer die Gelegenheit zu geben, sein Verhalten zu erkennen und zu ändern. Dieser soll sich somit in Zukunft entsprechend seines Arbeitsvertrages vertragstreu verhalten und verstehen, dass arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen, falls noch einmal eine Pflichtverletzung durch ihn begangen wird. Eine Abmahnung kann somit insbesondere in folgenden Fällen notwendig sein: - alkoholbedingtes Fehlverhalten - keine oder
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