{"id":6892,"date":"2023-11-06T18:15:36","date_gmt":"2023-11-06T18:15:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mth-partner.de\/?p=6892"},"modified":"2025-12-11T18:17:43","modified_gmt":"2025-12-11T18:17:43","slug":"auslaenderrecht-kinder-waren-ohne-visum-nach-deutschland-zu-ihrem-vater-eingereist-und-wollten-hier-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mth-partner.de\/en\/immigration-law-children-entered-germany-without-a-visa-to-join-their-father-and-intended-to-stay-here\/","title":{"rendered":"Immigration Law: Children entered Germany without a visa to join their father and intended to stay here."},"content":{"rendered":"<p><strong>VGH M\u00fcnchen, Beschluss v. 13.06.2023 \u2013 19 ZB 23.455<\/strong><\/p>\n<div class=\"flex flex-grow flex-col max-w-full\">\n<div class=\"text-message flex w-full flex-col items-end gap-2 whitespace-pre-wrap break-words [.text-message+&amp;]:mt-5 overflow-x-auto\" dir=\"auto\" data-message-author-role=\"assistant\" data-message-id=\"ed95cae7-f0c5-4efd-9957-8154242d3dd7\">\n<div class=\"flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[3px]\">\n<div class=\"markdown prose w-full break-words dark:prose-invert light\">\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Sachverhalt_des_Falles\"><\/span>Sachverhalt des Falles<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Nach_Ablehnung_von_Einreisevisa_reisten_die_Klager_ohne_Erlaubnis_in_die_BRD_ein\"><\/span>Nach Ablehnung von Einreisevisa reisten die Kl\u00e4ger ohne Erlaubnis in die BRD ein<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>In dem hier vorgestellten Fall des VGH M\u00fcnchen waren zwei Kinder (Kl\u00e4ger) zu ihrem sich im Bundesgebiet aufhaltenden Vater eingereist. Dieser hatte eine Aufenthaltserlaubnis nach \u00a7 19c AufenthG. Im Bundesgebiet beantragten die Kl\u00e4ger die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis (Kindernachzug gem\u00e4\u00df \u00a7 32 AufenthG) bei der Beklagten. Zuvor hatten die Kl\u00e4ger bei der Deutschen Botschaft in Nordmazedonien Einreisevisa beantragt, die allerdings abgelehnt worden waren.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Auslanderbehorde_lehnte_die_Erteilung_von_Aufenthaltserlaubnissen_ab\"><\/span>Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde lehnte die Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen ab<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Die Beklagte hatte die Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen sowie den Antrag auf Duldungserteilung abgelehnt, die Kl\u00e4ger zur Ausreise bis zum 2. Oktober 2021 aufgefordert, f\u00fcr den Fall der nicht bzw. nicht fristgerecht erfolgenden Ausreise die Abschiebung der Kl\u00e4ger insbesondere nach Nordmazedonien angedroht sowie f\u00fcr den Fall der Abschiebung ein Einreise- und Aufenthaltsverbot angeordnet, welches auf die Dauer von einem Jahr ab der Abschiebung befristet wurde.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_erstinstanzliche_Verwaltungsgericht_bestatigte_die_Ablehnung_durch_die_Auslanderbehorde\"><\/span>Das erstinstanzliche Verwaltungsgericht best\u00e4tigte die Ablehnung durch die Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Das zun\u00e4chst angerufene Verwaltungsgericht hatte die hiergegen erhobene Klage mit Urteil vom 10. Januar 2023 mit der Begr\u00fcndung abgewiesen, es l\u00e4gen bereits die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen nicht vor, da die Kl\u00e4ger entgegen \u00a7 3 i.V.m. \u00a7 5 Abs. 1 Nr. 4 AufenthG nicht im Besitz g\u00fcltiger P\u00e4sse seien (die vorgelegten Reisep\u00e4sse seien nur bis 6.3.2022 g\u00fcltig gewesen) und solche auch nach mehrfachen gerichtlichen Aufforderungen nicht vorgelegt h\u00e4tten. Des Weiteren stehe die f\u00fcr die Erteilung eines Aufenthaltstitels nach \u00a7 32 AufenthG erforderliche Durchf\u00fchrung des Visumverfahrens nach \u00a7 5 Abs. 2 AufenthG entgegen. Eine Ausnahme nach \u00a7 39 Satz 1 Nr. 3 AufenthV bestehe nicht, da die Voraussetzungen eines Anspruchs der Kl\u00e4ger auf Aufenthaltserlaubniserteilung nicht nach der Einreise entstanden seien.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_Verwaltungsgericht_sah_insbesondere_das_fehlende_Visumverfahren_als_Ablehnungsgrund_an\"><\/span>Das Verwaltungsgericht sah insbesondere das fehlende Visumverfahren als Ablehnungsgrund an<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts fehle es an dem geforderten strikten Rechtsanspruch, bei dem insbesondere die Beh\u00f6rde kein Ermessen mehr auszu\u00fcben habe. Der Anspruch nach \u00a7 32 Abs. 1 AufenthG sei zwar ein gebundener Anspruch. Da sich aber nicht beide personensorgeberechtigten Elternteile der Kl\u00e4ger im Bundesgebiet aufhielten, solle die Aufenthaltserlaubnis nach \u00a7 32 Abs. 3 AufenthG nur unter den dort genannten Voraussetzungen erteilt werden. Das (intendierte) Ermessen des \u00a7 32 Abs. 3 AufenthG stehe dem Vorliegen eines strikten Rechtsanspruches entgegen. Schlie\u00dflich l\u00e4gen auch die tatbestandlichen Voraussetzungen f\u00fcr ein beh\u00f6rdliches Absehen vom Visumverfahren im Ermessenswege nach \u00a7 5 Abs. 2 Satz 2 AufenthG nicht vor, insbesondere seien zum ma\u00dfgeblichen Entscheidungszeitpunkt keine besonderen Umst\u00e4nde des Einzelfalls gegeben, aufgrund derer es nicht zumutbar sei, das Visumverfahren nachzuholen. Der insoweit von den Kl\u00e4gern vorgetragene Umstand des Schulbesuchs sei bereits kein besonderer Umstand des Einzelfalls, sondern betreffe grunds\u00e4tzlich alle schulpflichtigen Ausl\u00e4nder, die das Visumsverfahren nachzuholen h\u00e4tten. Auch die Klage auf Aufhebung des streitgegenst\u00e4ndlichen Bescheids, in welcher der Antrag auf Erteilung einer Duldung abgelehnt wurde, sei jedenfalls unbegr\u00fcndet. Es k\u00f6nne offenbleiben, ob aufgrund der isolierten Anfechtung der Bescheidsziffer ohne ausdr\u00fccklichen Verpflichtungsantrag auf Duldungserteilung die Klage mangels Rechtsschutzbed\u00fcrfnisses unzul\u00e4ssig sei. Die Kl\u00e4ger h\u00e4tten jedenfalls im Rahmen der Begr\u00fcndetheit keinen Anspruch auf Erteilung einer Duldung nach \u00a7 60a Abs. 2 AufenthG. Die Abschiebung sei weder aus tats\u00e4chlichen noch aus rechtlichen Gr\u00fcnden unm\u00f6glich im Sinne des \u00a7 60a Abs. 2 Satz 1 AufenthG noch folge aus dem blo\u00dfen Schulbesuch der Kl\u00e4ger ohne unmittelbar bevorstehenden Abschluss ein Anspruch auf Erteilung einer Ermessensduldung nach \u00a7 60a Abs. 2 Satz 3 AufenthG.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Gegen_die_Entscheidung_des_Verwaltungsgerichts_beantragten_die_Klager_die_Zulassung_der_Berufung\"><\/span>Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts beantragten die Kl\u00e4ger die Zulassung der Berufung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts beantragten die Kl\u00e4ger die Zulassung der Berufung beim VGH M\u00fcnchen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Entscheidung_des_VGH_Munchen\"><\/span>Entscheidung des VGH M\u00fcnchen:<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_VGH_Munchen_hat_die_Berufung_gegen_die_Entscheidung_des_Verwaltungsgerichts_nicht_zugelassen\"><\/span>Das VGH M\u00fcnchen hat die Berufung gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts nicht zugelassen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Im Rahmen des Berufungszulassungsverfahrens haben die Kl\u00e4ger g\u00fcltige P\u00e4sse vorgelegt. Nach Ansicht der Kl\u00e4ger erf\u00fcllten diese somit nun ihre Passpflicht nach \u00a7 3 AufenthG. So h\u00e4tten die Kl\u00e4ger auch einen Anspruch auf Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen nach \u00a7 32 Abs. 1, Abs. 3 AufenthG (Kindernachzug) und auch die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen w\u00fcrden vorliegen (Visumspflicht und Passpflicht).<\/p>\n<p>Dieser Ansicht folgte der VGH M\u00fcnchen nicht. Das Verwaltungsgericht habe (jedenfalls im Ergebnis) zu Recht ausgef\u00fchrt, dass der Aufenthaltserlaubniserteilung bereits das Fehlen allgemeiner Erteilungsvoraussetzungen entgegenst\u00fcnde. Das gelte insbesondere f\u00fcr die allgemeine Erteilungsvoraussetzung der Beantragung des f\u00fcr den konkreten Aufenthaltszweck erforderlichen Visums vor der Einreise gem\u00e4\u00df \u00a7 5 Abs. 2 Satz 1 AufenthG.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Der_VGH_Munchen_sah_keine_Ausnahme_von_der_Erteilung_eines_Visums_als_gegeben_an\"><\/span>Der VGH M\u00fcnchen sah keine Ausnahme von der Erteilung eines Visums als gegeben an<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Die Kl\u00e4ger k\u00f6nnen eine Ausnahme von der Verpflichtung, einen Aufenthaltstitel vom Ausland aus im Wege des Visumverfahrens zu beantragen, nach \u00a7 39 Satz 1 Nr. 3 AufenthV nicht f\u00fcr sich in Anspruch nehmen. Dies gelte vorliegend hinsichtlich des geltend gemachten \u00a7 32 Abs. 1 AufenthG schon deshalb, weil die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Titelerteilung nicht nach der Einreise der Kl\u00e4ger entstanden seien. Zwar sei die nach \u00a7 32 Abs. 3 AufenthG f\u00fcr einen Familiennachzug zu einem von beiden sorgeberechtigten Elternteilen erforderliche Zustimmungserkl\u00e4rung erst am 16. Februar 2020 und damit nach der Einreise der Kl\u00e4ger abgegeben worden. Die Voraussetzungen des \u00a7 39 Satz 1 Nr. 3 AufenthV k\u00f6nnten jedoch nur durch einen strikten Rechtsanspruch erf\u00fcllt werden, d.h. wenn alle zwingenden und regelhaften Tatbestandsvoraussetzungen erf\u00fcllt seien und die Beh\u00f6rde kein Ermessen mehr auszu\u00fcben habe. Dagegen gen\u00fcge eine Anspruchsnorm, welche der Verwaltung auf der Rechtsfolgenseite ein (ggf. intendiertes) Ermessen einr\u00e4ume, auch im Falle einer Ermessensreduzierung auf Null grunds\u00e4tzlich nicht. Diese Voraussetzungen seien vorliegend jedoch nicht erf\u00fcllt:<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Ein_Anspruch_der_Klager_auf_Kindernachzug_besteht_nicht\"><\/span>Ein Anspruch der Kl\u00e4ger auf Kindernachzug besteht nicht<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Ein Anspruch der Kl\u00e4ger auf Gestattung des Kindernachzugs gem\u00e4\u00df \u00a7 32 AufenthG best\u00fcnde nicht. Denn daf\u00fcr m\u00fcssten entweder beide Elternteile oder der allein personensorgeberechtigte Elternteil \u00fcber eine Aufenthaltserlaubnis verf\u00fcgen. Letztere Voraussetzung lag jedoch hinsichtlich beider Kl\u00e4ger weder im Zeitpunkt der Antragstellung auf Aufenthaltserlaubnis vor, noch ist diese im Zeitpunkt der Entscheidung des Senats gegeben. Denn es ist nicht von einer alleinigen Berechtigung des im Bundesgebiet mit einer Aufenthaltserlaubnis gem\u00e4\u00df \u00a7 32 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. \u00a7 19c AufenthG lebenden Vaters der Kl\u00e4ger zur Personensorge auszugehen.<\/p>\n<p>Des Weiteren k\u00f6nnten die Kl\u00e4ger auch aus \u00a7 16f Abs. 2 AufenthG keinen Rechtsanspruch auf Aufenthaltserlaubniserteilung ableiten. Dem st\u00fcnde schon entgegen, dass es sich bei \u00a7 16f Abs. 2 AufenthG auf der Rechtsfolgenseite um eine Ermessensvorschrift handele, welche schon im Ansatz keinen strikten Rechtsanspruch im Sinne des \u00a7 5 Abs. 2 Satz 2 Alt. 1 AufenthG vermitteln k\u00f6nne. Ob die Kl\u00e4ger das Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen des \u00a7 16f Abs. 2 AufenthG ausreichend dargelegt haben (vgl. \u00a7 86 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 VwGO), was das Verwaltungsgericht gegebenenfalls zu weiteren Sachverhaltsermittlungen von Amts wegen gem\u00e4\u00df \u00a7 86 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 VwGO h\u00e4tte veranlassen k\u00f6nnen, k\u00f6nne deshalb offenbleiben. Anzumerken bliebe aber, dass aus den vorgelegten Schreiben bzw. Bescheinigungen der Schulen nicht zweifelsfrei hervorgehe, dass diese die Voraussetzungen des \u00a7 16f Abs. 2 Nr. 1 (insb. Schule mit internationaler Ausrichtung) bzw. Nr. 2 AufenthG (insb. Schule, die nicht oder nicht \u00fcberwiegend aus \u00f6ffentlichen Mitteln finanziert werde sowie Vorbereitung der Sch\u00fcler auf internationale Abschl\u00fcsse, Abschl\u00fcsse anderer Staaten oder staatlich anerkannte Abschl\u00fcsse) erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Die in \u00a7 5 Abs. 2 Satz 2 Alt. 1 AufenthG geregelte M\u00f6glichkeit des Absehens nach Ermessen im Falle eines Anspruchs auf Aufenthaltserlaubniserteilung nach \u00a7 5 Abs. 2 Satz 2 Alt. 1 AufenthG setze ebenfalls einen strikten Rechtsanspruch voraus. Diese Voraussetzung sei vorliegend, wie ausgef\u00fchrt, nicht erf\u00fcllt. Nicht ersichtlich sei ferner, dass hinsichtlich des im Zeitpunkt der Entscheidung des Senats vollj\u00e4hrigen (am \u2026 2004 geborenen) Kl\u00e4gers zu 1) die besonderen Erteilungsvoraussetzungen des \u00a7 36 Abs. 2 AufenthG vorl\u00e4gen \u2013 wozu es einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen H\u00e4rte bed\u00fcrfte \u2013, abgesehen davon, dass auch diese Norm ein Ermessen er\u00f6ffne.<\/p>\n<p>Des Weiteren f\u00fchrte das Verwaltungsgericht zu Recht aus, dass die Nachholung des Visumverfahrens im Sinne des \u00a7 5 Abs. 2 Satz 2 Alt. 2 AufenthG nicht unzumutbar sei. Hierzu k\u00f6nne zun\u00e4chst zur Vermeidung von Wiederholungen auf die einschl\u00e4gigen Ausf\u00fchrungen im erstinstanzlichen Urteil verwiesen werden, denen der Senat folgt (\u00a7 130b Satz 2 VwGO analog). Erg\u00e4nzend sei zum Vortrag der Kl\u00e4ger im Zulassungsverfahren Folgendes auszuf\u00fchren:<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Es_sei_mit_dem_grundrechtlichen_Schutz_von_Ehe_und_Familie_zu_vereinbaren_auf_eine_Entscheidung_der_Botschaft_zu_warten\"><\/span>Es sei mit dem grundrechtlichen Schutz von Ehe und Familie zu vereinbaren, auf eine Entscheidung der Botschaft zu warten<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Mit dem verfassungsrechtlichen Schutz von Ehe und Familie nach Art. 6 GG sei es grunds\u00e4tzlich vereinbar, einen Ausl\u00e4nder zur Erlangung eines Aufenthaltstitels zum Familiennachzug zu sich berechtigt im Bundesgebiet aufhaltenden Familienangeh\u00f6rigen auf die Einholung des erforderlichen Visums im Herkunftsland zu verweisen.<\/p>\n<p>Der mit der Durchf\u00fchrung des Visumverfahrens \u00fcblicherweise einhergehende Zeitablauf ist von demjenigen, der die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland begehrt, regelm\u00e4\u00dfig hinzunehmen. Allein das Bestehen einer famili\u00e4ren Lebensgemeinschaft f\u00fchre ebenso wenig dazu, regelm\u00e4\u00dfig von der Unzumutbarkeit der Einhaltung des Visumverfahrens auszugehen, wie der Umstand, dass gegebenenfalls ein kleines Kind betroffen sei, da es im Verantwortungsbereich des Ausl\u00e4nders liegt, die Ausreisemodalit\u00e4ten und den Ausreisezeitpunkt in Absprache mit der zust\u00e4ndigen Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde so familienvertr\u00e4glich wie m\u00f6glich zu gestalten.<\/p>\n<p>Hierzu sei eine Prognose anzustellen, mit welcher Trennungszeit bei Nachholung eines Visumverfahrens voraussichtlich tats\u00e4chlich zu rechnen w\u00e4re. Von einer Prognose der Trennungszeit k\u00f6nne abgesehen werden, wenn es im konkreten Fall mit Art. 6 Abs. 1 und 2 GG vereinbar ist, dem Ausl\u00e4nder und dem Familienangeh\u00f6rigen die Lebensgemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland auf Dauer zu verwehren, etwa weil die Familiengemeinschaft auch au\u00dferhalb der Bundesrepublik Deutschland in zumutbarer Weise gelebt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_Visumsverfahren_dient_der_Steuerung_der_Einwanderung\"><\/span>Das Visumsverfahren dient der Steuerung der Einwanderung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Im Rahmen der Abw\u00e4gungsentscheidung (ob eine vor\u00fcbergehende Trennung in Anbetracht der prognostischen Trennungszeit zumutbar ist) sei zu ber\u00fccksichtigen, dass die Regelungen in \u00a7 5 Abs. 2 Satz 1 Nrn. 1 und 2 AufenthG dem Schutz wichtiger \u00f6ffentlicher Interessen dienen. Die Pflicht zur Einreise mit dem erforderlichen Visum solle gew\u00e4hrleisten, dass die Voraussetzungen f\u00fcr die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zum Familiennachzug vor der Einreise gepr\u00fcft werden k\u00f6nnen, um die Zuwanderung von Personen, die diese Voraussetzung nicht erf\u00fcllen, von vornherein zu verhindern. Die (nachtr\u00e4gliche) Einholung des erforderlichen Visums zum Familiennachzug sei auch nicht als blo\u00dfe F\u00f6rmlichkeit anzusehen. Dabei d\u00fcrften auch generalpr\u00e4ventive Aspekte Ber\u00fccksichtigung finden, damit das Visumverfahren seine Funktion als wichtiges Steuerungsinstrument der Zuwanderung wirksam erf\u00fcllen kann. \u00a7 5 Abs. 2 Satz 2 AufenthG wirke dem Anreiz entgegen, nach illegaler Einreise Bleibegr\u00fcnde zu schaffen mit der Folge, dieses Verhalten mit einem Verzicht auf das vom Ausland durchzuf\u00fchrende Visumverfahren zu honorieren. Die bewusste Umgehung des Visumverfahrens d\u00fcrfe nicht folgenlos bleiben, um dieses wichtige Steuerungsinstrument der Zuwanderung nicht zu entwerten. Ausnahmen von der Visumpflicht nach \u00a7 5 Abs. 2 Satz 2 AufenthG seien daher prinzipiell eng auszulegen.<\/p>\n<p>Nach diesen Ma\u00dfgaben sei es im vorliegenden Fall mit dem verfassungsrechtlichen Schutz der Familie nach Art. 6 GG (bzw. Art. 8 Abs. 1 EMRK) vereinbar, die Kl\u00e4ger auf die Einholung des erforderlichen Visums zu verweisen.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Die_Klager_hatten_auch_keinen_Anspruch_auf_Erteilung_einer_Duldung\"><\/span>Die Kl\u00e4ger h\u00e4tten auch keinen Anspruch auf Erteilung einer Duldung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Schlie\u00dflich habe das Verwaltungsgericht auch zu Recht einen Anspruch der Kl\u00e4ger auf Duldungserteilung verneint. Eine tats\u00e4chliche oder rechtliche Unm\u00f6glichkeit der Abschiebung im Sinne des \u00a7 60a Abs. 2 Satz 1 AufenthG sei nicht ersichtlich. Insbesondere st\u00fcnden weder Art. 6 GG noch Art. 8 EMRK, wie ausgef\u00fchrt, der Aufenthaltsbeendigung der Kl\u00e4ger entgegen. Dringende humanit\u00e4re oder pers\u00f6nliche Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Duldungserteilung im Ermessenswege nach \u00a7 60a Abs. 2 Satz 3 AufenthG seien ebenfalls weder dargelegt noch ersichtlich, insbesondere h\u00e4tten die Kl\u00e4ger die im Schuljahr 2021\/22 bereits unmittelbar vor dem Abschluss stehende schulische Ausbildung nach dem Vortrag in der m\u00fcndlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht (vgl. Verhandlungsprotokoll vom 10.1.2023) inzwischen erfolgreich abgeschlossen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Quelle VGH M\u00fcnchen<\/p>\n<p><strong>Wichtiger Hinweis:<\/strong>\u00a0Der Inhalt dieses Beitrages ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexit\u00e4t und der st\u00e4ndige Wandel der behandelten Materie machen es jedoch erforderlich, Haftung und Gew\u00e4hr auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wenn Sie rechtliche Beratung ben\u00f6tigen, rufen Sie uns unverbindlich unter der Rufnummer\u00a0<strong>0221 \u2013 80187670<\/strong>\u00a0an oder schicken uns eine Email an\u00a0<strong>info@mth-partner.de<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mth-partner.de\/de\/koeln\/auslaenderrecht-anwalt\">Rechtsanwalt in K\u00f6ln ber\u00e4t und vertritt Mandanten bundesweit im Ausl\u00e4nderrecht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Catching up on the visa procedure is unreasonable within the meaning of Section 5 (2) sentence 2 AufenthG if it would lead to a longer separation of the foreigner from his two-year-old daughter and the duration of the procedure is not foreseeable. 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