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Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer AGG

Arbeitsrecht: Der Verstoß des Arbeitgebers gegen das AGG im Bewerbungsverfahren kann nachträglich nicht geheilt werden

Eine nachträgliche oder rückwirkende Heilung eines Verstoßes gegen das AGG im Bewerbungsverfahren ist mit der Struktur des AGG und insbesondere den hier geltenden strikten Fristenregelungen nicht vereinbar. Ansonsten hätte es der Arbeitgeber alleine in der Hand, durch taktische Maßnahmen einer Insanspruchnahme nach dem AGG zu entgehen.

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Arbeitsrecht: Altersstaffelung des Urlaubsanspruches von Beschäftigten im öffentlichen Dienst verstößt gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Bundesarbeitsgericht, 20.03.2012, Az.: 9 AZR 529/10In Deutschland ist der Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern im Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz; BurlG) geregelt.Sinn und Zweck des Bundesurlaubsgesetzes ist die Mindestregelung des Urlaubsanspruches der Arbeitnehmer und dient somit insbesondere dem sozialen Arbeitsschutz.Gem. § 2 BurlG sind Arbeitnehmer i. S. d. Gesetzes Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten. Arbeitnehmer sind auch Personen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbständigkeit als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen sind.Gem. § 3 Abs. 1 BurlG hat jeder Arbeitnehmer in jedem Kalenderjahr einen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub i. H. v. mindestens 24 Werktagen im Rahmen einer sechs
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Arbeitsrecht: Geschlechtsbezogene Stellenanzeige verstößt gegen § 7 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes („AGG“)

Um sich vor Schadensersatzklagen von abgelehnten Bewerbern zu schützen, sollten Arbeitgeber darauf achten, dass die von Ihnen veröffentlichten Stellenanzeigen nicht dazu geeignet sind, eine bestimmte Bevölkerungsgruppe zu benachteiligen. Mittlerweile gibt es viele Personen, welche sich darauf spezialisiert haben, solche Anzeigen zu suchen und bei Ablehnung wegen angeblicher Benachteiligung auf Schadensersatz zu klagen.

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Arbeitsrecht: Diskriminierung eines Stellenbewerbers wegen seines Alters

Bundesarbeitsgericht, 19.08.2010, Az.: 8 AZR 530/09Gem. § 11 i. V. m. § 7 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz („AGG“) darf eine Stelle nicht unter Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot ausgeschrieben werden. Insbesondere umfasst dies auch die altersneutrale Ausschreibung der Stelle (auch wenn § 10 AGG in bestimmten Grenzen die unterschiedliche Behandlung wegen des Alters für zulässig erachtet).AGG_GeschuetzteRechtsgueterSachverhalt: In dem oben genannten Fall bewarb sich der im Jahre 1958 geborene Kläger auf eine von der Beklagten geschaltete Stellenanzeige für die Stelle als Volljurist. Nach dem Wortlaut der Stellenanzeige suchte
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